EM 2021 Spielbericht: Rückblick auf das Match Deutschland vs Frankreich – 15. Juni 2021

Thomas Vogt
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Juni 24th 2021, 10:19 am
Last Updated 4 Wochen ago

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Frankreich vs Deutschland Spielbericht

Deutschlands Start in die EM 2021 begann mit einer 1:0 Niederlage gegen Weltmeister Frankreich. Das Siegtor schoss dabei kurioserweise ein Spieler der DFB-Elf. Mats Hummels bescherte den Franzosen mit einem Eigentor den zu erwartenden Sieg.

Offensiv variable Franzosen und Pechvogel Hummels

Für die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw war es das zu erwartende schwere Auftaktspiel. Jeder weiß, wie spielerisch stark die Franzosen sind. Die Qualität im Kader, ist mit keiner anderen Mannschaft bei der EM zu vergleichen. Würde man mit einer B-Elf spielen, könnte man immer noch mit den besten Teams der Welt locker mithalten.

Deutschland reiste im Gegensatz zu Frankreich nicht als Top-Favorit zur EM. Die letzten Spiele vor der EM zeigten bereits, dass Deutschland sich aktuell nicht in Top-Form befindet. Im Spiel gegen die Franzosen zeigte man zwar Engagement und auch Gegenwehr, aber im Laufe des Spiels zeigte sich immer mehr, warum Frankreich der Top-Favorit auf den EM-Sieg ist.

Der Spielverlauf zusammengefasst

Anfangs agierte der Weltmeister noch zögerlich und abwartend. Aber bereits in der ersten Hälfte schaffte man es Deutschland in die eigene Hälfte zu drängen. Benzema, Griezmann und vor allem Pogba wechselten immer mehr hin und her und fingen an ihre variables Spiel aufzubauen.

Auf der linken Seite zog Mbappé immer wieder nach innen oder setzte zu schnellen Sprints an, mit denen die Deutschen oft überfordert waren. In der 20. Minute war es dann wieder Pogba, der geschickt das Spiel verlagerte und den aufgerückten Hernandez auf der linken Seite fand. Seine Hereingabe endete mit einem unglücklichen Eigentor von Mats Hummels, der den Ball unhaltbar mit dem Schienbein ins eigene Tor beförderte.

Anschließend konnte man die offensiven Bemühungen der Franzosen zwar stabilisieren und man konnte von nun an besser mithalten, aber im Angriff der DFB-Elf fehlte vor allem die Kreativität und die Entschlossenheit. Das änderte sich auch nicht in der zweiten Hälfte.

Frankreich stand weiterhin gut und ließ nur wenig Raum für Offensivaktionen zu. Während Rabiot und Kante als defensive Mittelfeldspieler die Räume eng machten, konnte sich Pogba frei bewegen und Benzema, Griezmann und Mbappé immer wieder mit Pässe versorgen. Adrien Rabiot traf in der 52. Minuten den Pfosten. Mbappé wurden nachher noch zwei Tore wegen Abseitsstellungen aberkannt.

Mehr Ballbesitz wird nicht belohnt – Deutschlands Angriff muss sich steigern

Das sonst so explosive Zusammenspiel zwischen Rückkehrer Thomas Müller und Gnabry fand in diesem Spiel fast kaum statt. Auch Havertz konnte mit den wenigen Bällen die er bekam sehr wenig anfangen. Mitte der zweiten Halbzeit wollte Löw mit Leroy Sane und Timo Werner zwei frische Offensivkräfte bringen und auf den Ausgleich drängen. Aber gegen solide verteidigen Franzosen wollte nichts mehr gelingen.

Frankreich verstand es die Räume für die deutsche Offensive eng zu machen und somit fehlte es im Angriff an Bällen und an echten Torchancen.

Auffällig war allerdings, dass Deutschland in Bezug auf den Ballbesitz mehr vom Spiel hatte. Bis auf ein oder zwei halb-gefährlichen Aktionen nütze ihnen dieser aber nicht viel. Um mit den besten Teams bei dieser EM 2021 mithalten zu können, wird man kreative Lösungen finden müssen. Ohne echte Chancen wird man auch keine Tore erzielen können. Frankreich hat Deutschland zwar nicht spielerisch die Grenzen aufgezeigt, aber sicherlich taktisch.

Thomas Vogt

Thomas ist ein internationaler Fußballspezialist. Er gibt immer gute Ratschläge in Bezug auf Sportwetten.
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